Österreichische Versicherungen haben Aufholbedarf bei digitaler Transformation

Chris Budgen

Der Webcheck von EMAKINA CEE stellt österreichischen Versicherungsunternehmen kein gutes Zeugnis aus: Der Analyse zufolge steht die Branche erst am Beginn des digitalen Zeitalters und verfügt noch über großes Entwicklungspotenzial, welches es zu nutzen gilt.

Die Herausforderungen einer digitalisierten Welt

Versicherungen haben, wie viele andere Unternehmen und Branchen auch, mit den ständig wachsenden Herausforderungen der modernen digitalisierten Welt zu kämpfen. Kunden wollen nicht nur informiert werden, sondern auch jederzeit und überall auf ihre Daten zugreifen und Services nutzen können. Der Omni-Channel-Wettbewerb macht auch vor Dienstleistungsbranchen nicht halt.

Um herauszufinden, ob und wie österreichische Versicherungsunternehmen diese Ansprüche erfüllen, hat EMAKINA CEE die Digitalauftritte ausgewählter Versicherungsanbieter im Rahmen des Webchecks analysiert. Dieses Werkzeug wurde bereits 2000 von uns gemeinsam mit Roland Berger Strategy Consultants entwickelt und seitdem laufend optimiert.

Potenzial in Bezug auf Content und Technologien

Der „Webcheck Versicherungen“ wurde von Juli bis September 2015 durchgeführt. 23 Unternehmen wurden dabei in zehn Kategorien mit insgesamt 250 Kriterien analysiert und bewertet, u. a. Social Media, Mobil-Optimierung, Barrierefreiheit und Anforderungen der Versicherungsbranche.

In der Analyse zeigt sich, dass die österreichische Versicherungsbranche zwar schon einige wichtige Schritte in Richtung digitale Transformation unternommen hat, viele der untersuchten Webauftritte aber noch nicht nachhaltig zukunftsorientiert sind. Für die gesamte Branche gibt es in allen Kategorien noch großes Entwicklungspotenzial und Optimierungsmöglichkeiten. Aufholbedarf besteht v. a. im Hinblick auf die Nutzung sozialer Medien, die Aktualität der Inhalte sowie in der technischen Umsetzung, z. B. bei der gesetzlich verpflichteten Cookie-Richtlinie.

Die speziellen Anforderungen der Versicherungsbranche wurde anhand digitaler Business-Prozesse untersucht, etwa Möglichkeit zu Online-Versicherungsabschlüssen und -Schadensmeldungen, Verfügbarkeit von Online-Support sowie Einsatz von Prämienrechnern und andere Kundenservices.

UNIQA, Tiroler und Zürich Versicherung liegen vorn

Drei österreichische Versicherungsunternehmen schnitten beim Webchecks nach erreichbarer Punktezahl gut ab: die UNIQA Versicherung (71%), die Tiroler Versicherung (73%) sowie die Zürich Versicherung (81%). Die durchschnittliche Wertung mit 59% der möglichen Punkte zeigt jedoch, dass die Branche in nahezu allen digitalen Bereichen noch großes Optimierungspotenzial besitzt.

Sie interessieren sich für weitere Details zu diesem Webcheck oder möchten selbst eine Analyse in Auftrag geben? Kontaktieren Sie uns jetzt telefonisch unter +43 (1) 31 567 21 oder per E-Mail an office@emakina.at.

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